Tamta Melaschwili (Jg. 1979) ist eine der herausragendsten Stimmen der jungen Literaturszene ihres Landes. Mit dem Schreiben begann sie während eines Deutschlandsaufenthaltes. 2008 schloss sie ihr Studium der Gender Studies in Budapest ab. In ihren schriftstellerischen und akademischen Arbeiten beschäftigt sie sich vorrangig mit Geschlechterrollen und Frauenrechten. Aktuell arbeitet sie am Forschungsprojekt „50 Frauen aus Georgien" mit.

Gatwla (Abzählen) ist ihr erster Roman und wurde 2011 mit dem nationalen Literaturpreis Georgiens „Saba“ für das beste Debüt ausgezeichnet. Auch in Deutschland wurde der Roman mit großem Interesse aufgenommen. Im Oktober 2013 gewann er u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis als bestes Jugendbuch.
Aus der Sicht von zwei 13-jährigen Mädchen wirft Tamta Melaschwili einen Blick auf den Kriegsalltag in einem kleinen Dorf jenseits der Front. Die Kapitel sind kurz, die Sätze aufs Wesentlich reduziert. Knappe Wortwechsel bilden einen ungewöhnlichen Sprachteppich, der der Geschichte einen ganz eigenen Erzählrhythmus verleiht – irritierend, aufwühlend und zum Nachdenken anregend.

© Foto: Salome Tsopurashvili

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