Alois Prinz wurde 1958 in Wurmannsquick geboren. Nach dem Abitur studierte er Germanistik, Politologie, Philosophie und Kommunikationswissenschaften in München. Zudem absolvierte er eine journalistische Ausbildung und promovierte 1988 mit einer Arbeit über die 68er Studentenbewegung und ihren Einfluss auf die Literatur. Bis 1994 war Prinz als Journalist tätig, mittlerweile konzentriert er sich auf das Schreiben von Sachbüchern. Sein Schwerpunkt liegt auf Lebensgeschichten, die sich an Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen richten.

2004 erhielt seine packend geschriebene Biografie „Lieber wütend als traurig. Die Lebensgeschichte der Ulrike Marie Meinhof“ (2003) den Deutschen Jugendliteraturpreis. Mit gebotener Distanz, zugleich innig und einfühlsam erzählt er ein Leben, in dem sich die Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik spiegelt und das ebenso fundamentale Fragen politischer Ethik aufwirft. Prinz’ außergewöhnliches Buch „[…] ist ein unentwegtes Verstehen-Wollen ohne Einverständnis“, schrieb die „Neue Zürcher Zeitung“. Auch seine weiteren Werke, in denen er sich mit radikalen Grenzgängern, unangepassten Außenseitern, großen Zweiflern und Suchenden wie Hannah Arendt, Hermann Hesse, Frank Kafka oder dem Apostel Paulus beschäftigt, sind glänzend geschrieben. Sie überzeugen durch ihren empathischen Blick auf die Protagonisten und die zeithistorischen, philosophischen und psychologischen Hintergründe, die der Autor vortrefflich zu dosieren und einzuflechten weiß.

Der Autor lebt bei München.