Aya Cissoko, Frankreich

Aya Cissoko kam 1978 in Paris zur Welt. Ihre Eltern waren aus Mali nach Frankreich ausgewandert. Eine erfolgreiche Sportkarriere – sie wurde mehrfach Weltmeisterin im Amateurboxen – endete mit einem schweren Sportunfall. Danach erfand sie sich neu, erhielt ein Stipendium und studierte am bekannten Institut d’études politiques in Paris. Außerdem begann sie (wieder) zu schreiben.

Aya Cissokos ausdrucksstarke Texte geben außergewöhnliche Einblicke in Widersprüche und Chancen der französischen Einwanderungsgesellschaft. Ihre Romane „Danbé“ und „N’ba“ erzählen lebensnah und souverän von zwei gelingenden Frauenleben, in deren Mittelpunkt der Begriff der Würde steht. Aya Cissoko lebt mit ihrer Familie in Paris. In diesem Sommer debütiert sie als Schauspielerin auf dem Theaterfestival in Avignon.

Aya Cissoko wird von Sibylle Weingart, Lektorin für frankophone Literatur in der Internationalen Jugendbibliothek, moderiert.

© Foto: Jean-Baptiste Pellerin