Anete Melece, Lettland

Kiosks
Liels un mazs 2019

Dt. Ausgabe: Der Kiosk
Atlantis 2020.

In dem aus ihrem eigenen Animationsfilm entwickelten Bilderbuch erzählt Anete Melec von Olga, die Tag für Tag in ihrem winzigen Kiosk direkt an einer dicht befahrenen Kreuzung steht. Olga kennt die Wünsche all ihrer Stammkunden und hat ein offenes Ohr für deren Probleme. Im Geheimen aber wünscht sich die stets gut gelaunte Kioskfrau weit weg: hinaus aus ihrem monotonen Großstadtleben, in dem sie wortwörtlich feststeckt, auf eine warme Südseeinsel. Doch wie sie schließlich an ihren Sehnsuchtsort gelangt, hat sich selbst Olga nicht einmal in ihren kühnsten Träumen ausgemalt … In kräftig leuchtenden, knallbunten Farben zeigt Anete Melec, wie es auf wundersame Weise gelingen kann, (fast) alles hinter sich zu lassen und die eigene Freiheit zurückzugewinnen. (ab 5)


Mākoņu grāmata
Lyrics von Juris Kronbergs
(Dt. Wolkenbuch)
Liels un mazs 2010
(Noch nicht übersetzt)

Im preisgekrönten „Wolkenbuch“ zeigen die getuschten Bilder von Anete Melece im Zusammenspiel mit den Gedichten des Lyrikers Juris Kronbergs die Vielseitigkeit der Wolken: ihre unterschiedlichen Farben, Formen, ja, sogar ihr Lieblingsessen. Die kurzen Gedichte erkunden das Wesen, die Eigenschaften und Eigenheiten der Wolkengesellschaft, die wir Menschen am Himmel sehen. Sie philosophieren über die Veränderlichkeiten der Wolkenkörper und darüber, wie schön es ist, mit der eigenen Vorstellungskraft ganze Fantasiewelten in die Wolken hineinzulesen. Damit bilden die Gedichte wundervolle Impulse, selber kreativ zu werden und sich schreibend und malend in den Himmel zu träumen. (ab 6)
Einige Gedichte hat Matthias Knoll ins Deutsche übertragen.


Sveiks, Vali!
Text von Lauris Gundars

Liels un mazs 2017
Dt. Ausgabe: Hallo, Walfisch!
Aus dem Lettischen von Matthias Knoll
Baobab Books 2018

Warum er eigentlich nie jemanden grüße, fragt die kleine Mücke eines Tages ihren Opa, genannt Walfisch. Die beiden verstehen sich bestens und verbringen viel Zeit miteinander. Dass Walfisch auf ihren gemeinsamen Wegen durch die Stadt so unfreundlich ist und andere Menschen ignoriert, will Mücke nicht länger hinnehmen – zumal ihr seine Erklärung nicht einleuchtet. Diese witzige und warmherzige Opa-Enkelin-Geschichte führt in die baltische Vergangenheit, ist aber auch ohne dieses Wissen universell verständlich: Anete Melece lässt ihre Leserinnen und Leser mit kraftvollen Filzstiftstrichen in die Lebenswelt von Mücke und Walfisch eintauchen, wo diese in den Straßen von Riga, an der Bushaltestelle, am Brunnen und am Denkmal gemeinsam das Grüßen üben. (ab 8)